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Acht Monate nach den letzten öffentlichen Auftritten hat sich das Modern Sound[s] Orchestra (MSO) am 19. September 2020 mit einem Platzkonzert wieder vor Publikum präsentieren können. Auf dem Innenhof der Geschwister-Scholl-Schule in Seelze zeigten die Musiker um Henning Klingemann nach so einer langen Pause einen unterhaltsamen Mix aus Pop, Jazz und konzertanter Sinfonik. Basierend auf dem genehmigten Hygienekonzept fanden sich 100 Zuhörer ein, die sich zuvor für die Plätze registrieren mussten und bei sonnigem Wetter das Ensemble wieder live in Aktion hören konnten.

 


Der Dirigent des MSO, Henning Klingemann, freute sich, seit Mitte Juli überhaupt wieder mit seinen Schützlingen im „Mannschafts-Training“ proben zu können. Das weit auseinander gezogene Orchester war zunächst eine Umstellung. Augenzwinkernd stellte er die Herausforderung dar: „Wenn alle Mitspieler einen so großen Abstand zueinander haben, kann man sich über die Entfernung nicht gewohnheitsbedingt auf die akustischen Impulse der anderen Register verlassen, sondern muss sich mehr als sonst noch auf mein Dirigat konzentrieren.“

 



Darauf, dass Zusammenspiel, Timing und Einsätze aber ebenso wie die musikalische Balance geklappt haben, war er stolz auf seine 50 Musiker an diesem Nachmittag. So setzten sich diverse Ohrwürmer in die Köpfe der Zuschauer. Da gab es mit „Thriller“ sowie Medleys von Queen und NDW-Songs eine Dosis Pop. Im Bereich Jazz überzeugten auch die Solisten an Trompete und Saxophon bei „Birdland“ und „Jitterbug!“. Als Vertreter der Sinfonik waren der „Mambo“ aus Leonard Bernsteins „West Side Story“ ebenso auf dem Programm wie eine Zusammenstellung bekannter Melodien George Gershwins, die aus der „Rhapsodie in Blue“, „An American in Paris“ und der „Cuban Overture“ entstammten.

 



Als es am Ende schließlich stehende Ovationen gab, verabschiedete sich das MSO als Auszug mit dem „Einzug der Gladiatoren“ von dem Post-Pandemie-Premieren-Publikum.

Vorher verwies Klingemann aber noch darauf, dass Open-Air-Konzerte jahreszeitlich bedingt nur begrenzt möglich seien. So liefen derzeit schon die Planungen, wie die traditionellen Neujahrskonzerte realisierbar seien, wenn allein schon das Orchester aufgrund der Abstandsregelungen den kompletten Raum einnimmt. Um aber dennoch nicht auf das Highlight zu Jahresbeginn verzichten zu müssen, sind derzeit schon die Planungen für einen Livestream im Gange, so dass das MSO einfach ins Wohnzimmer zu Besuch kommt. Die Homepage www.m-s-o.de, der Newsletter und der Facebook-Kanal informieren, wenn es hierzu Neuigkeiten gibt.

(ja)